Neue Forschung belegt den Einfluss externer Effekte auf Marktwerte
Neue Forschung zeigt, dass externe Effekte
die Marktwerte signifikant beeinflussen.
Ist Nachhaltigkeit relevant für Aktienkurse?
Neue Forschungsergebnisse von Finanzprofessor Dr. Wilkens in Zusammenarbeit mit Effectual deuten darauf hin, dass externe Effekte eine messbare Rolle bei der Bewertung von Aktien spielen. Die Studie zeigt, dass der Marktwert eines Unternehmens seine externen Effekte in statistisch signifikanter und ökonomisch relevanter Weise widerspiegelt, allerdings noch lange nicht vollständig. Externe Effekte sind unkompensierte Kosten und Nutzen für Gesellschaft und Umwelt, die aus den Aktivitäten eines Unternehmens entstehen.
Auf Grundlage einer globalen Stichprobe von mehr als 7.000 Unternehmen aus dem Datensatz von Effectual zeigt die Analyse, dass durchschnittlich 10 bis 20 % des Barwerts der externen Effekte eines Unternehmens in seiner Marktbewertung eingepreist sind. Da diese Effekte häufig erheblich und überwiegend negativ sind, können sie zu bedeutenden Bewertungsabschlägen führen. „Der Markt erwartet, dass externe Effekte über das Verbraucherverhalten oder politische Eingriffe zukünftige Cashflows beeinflussen und daher teilweise internalisiert werden. Allerdings sind diese Effekte noch lange nicht vollständig eingepreist“, erklärte Marco Wilkens bei der Vorstellung der Studie im Rahmen der Effectual Bar Talks in München.
Für das Portfoliomanagement bedeutet dies, dass Aktienkurse diese Effekte mit fortschreitender Internalisierung zunehmend widerspiegeln werden. Davon profitieren Anlagen und Portfolios mit geringen negativen oder sogar positiven externen Effekten.
Die Executive Summary der Studie können Sie hier herunterladen.